Sommerprogramm 2018

Frühjahrsexkursion zur Quarzitkuppe Liedberg in Korschenbroich

Samstag, 05.05.2018, 14.00 Uhr

Exkursion unter der Leitung des  Dipl.-Biologen und Geologen Dr. Georg Waldmann

Zusätzlich zu den üblichen botanischen Erkundungen bietet diese Exkursion einige für uns außergewöhnliche Aspekte: Bei der Quarzitkuppe Liedberg handelt es sich um ein geotopisches NSG, das neben markanten Frühblühern einige geologische und erdgeschichtliche Besonderheiten aufweist. Herr Dr. Waldmann wird uns mit der Ökologie dieses Gebietes vertraut machen und uns eine interessante Einführung in dessen geologische Geschichte geben.

Anmerkung: Es ist geplant, dass Herr Dr. Waldmann im Winterprogramm 2018/2019 einen Vortrag zu den weiteren Ergebnissen seiner Arbeiten rund um den Liedberg halten wird.

Treffpunkt: Parkplatz Steinhauser Weg / An der Tränke in 41352 Korschenbroich-Liedberg

 

Exkursion zu Loire-Segge und Co.

Samstag, 12.05.2018, früher Nachmittag

Leitung: Dipl. Biol. Wilhelm Itjeshorst

Der Kreis Wesel ist der hotspot für Carex ligerica in Westdeutschland. Auf einer von Harald Geier angeregten Spezial-Exkursion sollen Wuchsorte der im Niederländischen treffend „Auendünen-Segge“ genannten Art besucht werden. Darüber hinaus sollen auch die verwandten Seggen Carex arenaria, Carex praecox, Carex brizoides und Carex pseudobrizoides (letztere in Kultur!) angeschaut werden.
Achtung! Anmeldung erforderlich! Da wir auch in sensiblen Bereichen unter­wegs sind, ist die Teilnehmerzahl auf 10 begrenzt. Anmeldungen werden gern per Email entgegengenommen bei:
wilhelm.itjeshorst@bskw.de,
auch telefonisch möglich unter 0281/962520 (Biologische Station, AB vorhan­den).
Teilnahme nach zeitlichem Eingang der Anmeldungen. Danach werden Beginn und Treffpunkt mitgeteilt. Bei großem Interesse wird zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Exkursion angeboten (Warteliste).

Treffpunkt: Wird bei Anmeldung mitgeteilt

Anfahrt: Wird bei Anmeldung mitgeteilt

 

Abgrabungsbereich „Maasterrassen“ in Niederkrüchten-Elmpt
(TK 25 Blatt Elmpt4702-43 – 34
)

Samstag, 19.05.2018, 14.00 Uhr, (Ende offen)

Leitung: Dipl.-Ing. Monika Deventer, Dipl.-Biol. Norbert Neikes

Die Exkursion dient primär der Vorbereitung der Exkursion ins gleiche Gebiet im Spätsommer und der Erfassung der Frühjahrsvegetation (nähere Gebiets­beschreibung s. 01.09.). Weil das gesamte Gelände erkundet werden soll, fangen wir schon früh an und lassen das Ende offen.
Wenn die Zeit reicht, schließen wir auch die Begehung der ehemaligen Bodendeponie ein (überwiegend junge Aufforstung, teilweise Sukzession).
Für die ausgedehnte Tour ist körperliche Fitness erforderlich. Bitte Proviant mitbringen.

Treffpunkt: Wanderparkplatz (PKW-Parkstreifen am östlichen (rechten) Rand des Waldwe­ges vor der nächsten Kreuzung, von dort sind es ca. 600 m (Fußmarsch) bis zum westlich gelegenen Exkur­sionsgebiet

Anfahrt: Über die A 52, Richtung Roermond, Abfahrt AS Elmpt, Kreisverkehr Richtung Mönchengladbach, aber nach der Brücke nicht auf die Autobahn, sondern geradeaus bis vor die Zufahrt von Javelin Barracks (ehem. Militärflughafen) – dort nach Westen (rechts) abbiegen (= Roermonder Straße), nach ca. 2,5 km rechts abbiegen (schmale Brücke über die Autobahn) –noch ca. 300 m bis zum Treffpunkt.
Navigation: Tackenbenden 1, 41372 Niederkrüchten (der Treffpunkt liegt ca. 1,2 km vor diesem Ziel!)

 

Exkursion zum Orsoyer Rheinbogen in Rheinberg

Samstag, 26.05.2018, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl. Biol. Sabine Engler und Dipl. Biol. Wilhelm Itjeshorst, Biologische Station Wesel

Die Rheinaue des sog. Orsoyer Rheinbogens hat in den letzten Jahrzehnten umfangreiche Veränderungen durch Bergsenkungen, Auskiesungen und Deich­rückverlegung erfahren, welche stellenweise auch immer noch andauern. Die trotzdem bestehende hervorragende Bedeutung für den Naturschutz äußert sich in der Ausweisung von Schutzgebieten: 800 ha Naturschutzgebiet, 400 ha FFH-Gebiet und Teil des Vogelschutzgebietes Unterer Niederrhein. In der jüngsten Vergangenheit konnten durch ein EU-gefördertes Life+-Projekt in der Träger­schaft der Biologischen Station im Kreis Wesel umfangreiche Flächen erworben und entwickelt werden. Trotz des avifaunistischen Projektansatzes wurden darüber hinaus größere Wiesen und Halbtrockenrasen optimiert und neu ent­wickelt. Auf einer ca. dreistündigen Exkursion erkunden wir, unter Rück­sichtnahme auf die Vogelwelt, botanisch interessante Teile des Gebietes. Vom Deich aus können weitere Bereiche eingesehen werden.

Treffpunkt: Rheinberg-Eversael, Neue Rheinstraße (Straße zum ehemaligen NATO-Ersatzüber­gang).

Anfahrt: Von der Grafschafter Straße (Hauptstraße durch Eversael) von Budberg kommend links, von Orsoy kommend rechts in die Straße Zum Rhein (geht in die Neue Rheinstraße über)

 

Wiederherstellung artenreichen Grünlandes durch Mahdgutübertragung

Samstag, 02.06.20187, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl. Biol. Thomas Braun, Biologische Station Knechtsteden

Die Übertragung von Mahdgut ist eine zunehmend etablierte und sehr effiziente Methode zur Wiederherstellung artenreichen Grünlandes. Seit 2007 wurden durch die Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss mittlerweile 37 Mahdgut­übertragungen durchgeführt. In der ca. 2,5-stündigen Exkursion werden der Zu­stand und der Maßnahmenerfolg verschiedener Flächen gezeigt. Außerdem werden praktische Erfahrungen bei der Umsetzung vorgestellt.

Diese Veranstaltung führen wir in Kooperation mit der Biologischem Station Knecht­steden durch. Diese Veranstaltung wird auch auf der Internetseite der Biologischen Station angeboten. Um einen Überblick über die Anzahl der Teilnehmer zu gewinnen, bitten wir darum, dass sich Teilnehmer, die nicht über den Verein Niederrhein teilneh­men wollen, bei der Biologischen Station in Knechtsteden anmelden.

Treffpunkt und Anfahrt:
Haus der Natur – Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V.
Kloster Knechtsteden, D-41540 Dormagen
Unter der Adresse http://www.biostation-neuss.de/ueber-uns/kontakt/ ist die Anfahrt mit Skizze abrufbar.

 

Junge Heudruschwiesen und spontane Pioniervegetation auf der Sophien­höhe bei Jülich

Samstag, 16.06.2018, 14.00 Uhr

Leitung: Dr. Regina Thebud-Lassak; Gregor Eßer, RWE, Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung

Die Sophienhöhe erhebt sich östlich von Jülich 200 m über der Agrarlandschaft der Jülicher Börde. Sie entstand beginnend 1978 durch die sukzessive Aufbringung des Abraums aus dem benachbarten Braunkohletagebau Ham­bach. Mittlerweile ist der öffentlich zugängliche Teil der Sophienhöhe fast vollständig neu bewaldet und mit einem mehr als 100 km langen Wander­wegenetz wichtig für die Naherholung.
Ziel unserer Exkursion ist jedoch die jüngere Wiederaufschüttung des aus­gekohlten Tagebaubereichs, der für die Öffentlichkeit noch nicht zugänglich ist.
Wir werden zum einen spontane Pioniervegetation in Silikatmagerrasen erforschen. Unser Schwerpunkt wird die Untersuchung der Wiesenentwicklung auf der „50-Hektar-Fläche“ sein, auf die 2016 / 2017 Heudrusch aus regionalen artenreichen Wiesen aufgebracht wurde: Welche der wertvollen heimischen Wiesenpflanzen können hier bereits wieder Fuß fassen?

Weitere Informationen zur Rekultivierung der Barunkohlegebiete finden sich unter dem Link http://www.forschungsstellerekultivierung.de.

Treffpunkt:  Parkplatz „Sophienhöhe“ (nur auf der Wanderkarte wird er als Parkplatz „Cafe Sophienhöhe“ bezeichnet)

Anfahrt: Dieser Parkplatz liegt im nördlichen Bereich der Ortschaft Hambach, unmittelbar an der L 264 gelegen, im Kreuzungsbereich gegenüber der Abzweigung „Große Forststraße“ nach Norden abbiegen.

 

Nette und Renne bei Grefrath-Vinkrath (TK 25 Blatt Nettetal 4603-24)

Samstag, 18.08.2018, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Ing. Monika Deventer

Das Gebiet war schon am 30.08.2008 und am 20.08.2016 Exkursionsziel der botanischen Arbeitsgemeinschaft. Jetzt soll dort ein neues Gewässer­gestal­tungsprojekt an der Kleinen Renne (Fertigstellung 2017, ca. 600 m) auf „Pionier­vegetation“ untersucht werden. Danach steht noch der zwei Jahre zuvor besich­tigte, damals neu „renaturierte“ Abschnitt an (Rückweg). Wenn die Zeit aus­reicht, können weitere interessante Stellen in der Umgebung aufgesucht werden (z. B. Königsfarn, Gagel).

Treffpunkt: Wanderparkplatz vor dem Campingplatz „Waldfrieden“

Anfahrt: Von Norden ab A 40 AS Wankum, Richtung Viersen, über die L 39 – ca. 3 km südlich nach Osten (links) in die Straße „An der Paas“ abbiegen (diese kann auch von Osten über die K 12 (Grefrath) erreicht werden), ca. 800 m zum Treff­punkt fahren.
Von Süden über die L 39 (Richtung Straelen) ca. 4 km nördlich der Ampel­kreuzung mit der B 509 bei Grefrath nach Osten (rechts) in die Straße „An der Paas“ abbiegen (s.o.).
Navigation: Grefrath-Vinkrath, An der Paas 13 (Campingplatz)

 

Erft bei Neuss-Hombroich / Gruissem / Neuss-Helpenstein

Samstag, 25.08.2018, 14.00 Uhr

Leitung: Karl Wittmer

Auch in diesem Jahr soll wieder ein Abschnitt der Erft floristisch und vegetationsökologisch bearbeitet werden. Es gilt, den aktuellen Zustand zu er­fassen.
Die Erftabschnitte zwischen Bergheim und der Mündung der Erft bei Neuss in den Rhein sind bzw. werden z.Zt. im Rahmen des „Perspektivkonzepts 2045“ vom Erftverband renaturiert bzw. für die weiteren Planungsschritte vorbereitet. Interessant für unsere Exkursion ist der Erftabschnitt zwischen Grevenbroich-Kapellen/Gruissem und Neuss-Holzheim/Eppinghoven. In diesem schönen, durch typische auenbiologische Elemente gekennzeichneten Erftabschnitt liegt die durch Kunst, Architektur und Natur bekannte Museums-Insel Hombroich, die sich in einer renaturierten Park- und Auenlandschaft der Erft befindet.
Ein alter, aus strategischen Gründen angelegter, aber nie wirklich genutzter Bahndamm aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg quert bei Helpenstein die natürli­che Erftaue. Er verfügt über eine wertvolle Landschaftsstruktur inmitten der ackerbaulich genutzten Lössterassen. Die Trasse ist als Landschaftsschutz­gebiet und Bodendenkmal ausgewiesen.
Im Scheitel zwischen Erft und Bahndamm finden sich verfallene Überreste der verfallenen Burg Helpenstein, einer Turmhügelburg (Motte) aus dem 11. Jahr­hundert. Allerdings erschweren im Moment zahlreiche abgeknickte und nieder­liegende Baumreste den Zugang zur Burg.

Die Ergebnisse dieser Exkursion sollen wieder dem Erftverband und den Behörden des Rhein-Kreises Neuss zugänglich gemacht werden.

Treffpunkt: Neuss-Helpenstein, Grafenstraße bis zum Ende durchfahren, rechts und links im Wohngebiet schonend parken.

Anfahrt: A 57, Abfahrt Reuschenberg auf die B 477 (Richtung Bergheim). Durch Neuss-Reuschenberg durchfahren, der B 477 folgen bis Kreuzung Richtungsangabe Neuss-Helpenstein. Rechts abbiegen Richtung Helpenstein, fast am Ortsende halbrechts abbiegen in die Grafenstraße, dort Parkplatz suchen.

Abgrabungsbereich „Maasterrassen“ in Niederkrüchten-Elmpt
(TK 25 Blatt Elmpt 4702-43 – 34)

Samstag, 01.09.2018, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Ing. Monika Deventer, Dipl.-Biol. Norbert Neikes

Durch die aufgeforstete Heidelandschaft des nördlichen Elmpter Waldes „wanderte“ nach dem 2. Weltkrieg ein Abgrabungsbereich. Die ältesten Sand- und Kiesgruben wurden wieder zu Wald rekultiviert, während jüngere, seit den 1980er Jahren betriebene Teilflächen großenteils noch offen liegen und teilweise auch durch begonnene Pflegemaßnahmen offen bleiben sollen: Das Exkursionsgebiet liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet „Schwalm-Nette-Platten mit Grenzwald und Meinweg“ und dient dem Biotopverbund zwischen den wertvollen Offenlandlebensräumen der Naturschutzgebiete „Elmpter Schwalmbruch“ und „Lüsekamp und Boschbeek“. Bei der Fortschreibung des Landschaftsplanes soll hier ein neues Naturschutzgebiet festgesetzt werden. Der aktuelle Rekultivierungsplan der Abgrabung sieht Erhaltung und Pflege der Offenlandbiotope vor. Zu den Genehmigungsunterlagen gehören Erhebungen der Tier- und Pflanzenwelt aus dem Jahr 2004, die damalige Florenliste enthält 166 Pflanzenarten – zusammen mit den unvollständigen Erfassungen der Jahre 2016 und 2017 sind aktuell 236 Pflanzenarten aus dem Gebiet bekannt.

Treffpunkt: Wanderparkplatz (PKW-Parkstreifen am östlichen [rechten] Rand des Waldweges vor der nächsten Kreuzung); von dort sind es ca. 600 m (Fußmarsch) bis zum westlich gelegenen Exkursionsgebiet

Anfahrt: Über die A 52, Richtung Roermond, Abfahrt AS Elmpt, Kreisverkehr Richtung Mönchen­gladbach, aber nach der Brücke nicht auf die Autobahn, sondern geradeaus bis vor die Zufahrt von Javelin Barracks (ehem. Militärflughafen) – dort nach Westen (rechts) abbiegen (= Roermonder Straße), nach ca. 2,5 km rechts abbiegen (schmale Brücke über die Autobahn) – noch ca. 300 m bis zum Treffpunkt.
Navigation: Tackenbenden 1, 41372 Niederkrüchten (der Treffpunkt liegt ca. 1,2 km vor diesem Ziel!)

 

Pilzexkursion
Naturschutzgebiet „Venloer Heide“ in Nettetal-Leuth (TK 25 Blatt Nettetal 4603-14/22) oder
Naturschutzgebiet „Heronger Buschberge“ (KLE) bzw. Naturschutzgebiet „Krickenbecker Seen – Kleiner De Witt-See“ (VIE)
*

Samstag, 27.10.2018, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Ing. Monika Deventer / Dipl.-Biol. Norbert Neikes und Dipl.-Ing. Karl Wehr

Durch die gemeinsame Pilzartenerfassung im Oktober 2017 in der Venloer Heide verlängerte sich die Pilzliste des Gebietes auf ca. 175 Arten. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits der Süd- und Westteil des Gebietes gemeinschaftlich untersucht wurde, ist noch eine Pilzuntersuchung im Nordsteil erwünscht.
Alternativ wird das ca 3,5 km weiter nordöstlich liegende Naturschutzgebiet „Heronger Buschberge“ (KLE) aufgesucht, das pilzkundlich aktuell weitgehend unerforscht ist.
* Über das konkrete Ziel wird definitiv im Oktober (Herbstferien) ent­schie­den. Wenn Norbert Neikes Zeit für die Führung hat, geht es vom unten be­zeichneten Treffpunkt aus in die Heronger Buschberge, Teilgebiet Wanku­mer Heide.

Diese Exkursion wird gemeinsam mit der AG Pilzkunde Niederrhein angeboten.

Treffpunkt: Parkplatz westlich „Tor 9“, Nettetal-Leuth

Anfahrt: Von Norden: A 40, Anschlussstelle Herongen, auf der B 221 (Leuther Landstraße) nach Süden (Richtung Nettetal…) fahren bis zur ca. 4,2 km entfernten Ampelkreuzung Schloss Krickenbeck / Tor 9. Dort nach Westen (rechts) abbiegen, an der nächsten Waldweg-Kreuzung nach links abbiegen; auf dem Wanderparkplatz am Wegrand (Heerstraße) parken.
Von Süden auf der B 221 (Geldrische Straße) nördlich Leuth kommend an der Ampel­kreuzung Schloss Krickenbeck / Tor 9 nach Westen (links = Tor 9) abbiegen bis man nach ca. 100 m den o. g. Wegrandparkplatz (Heerstraße) erreicht.