Winterprogramm 2019

Abgesang oder Neuanfang? Artenreiches Grasland in der Stadt

Samstag, 02.02.2019, 14.00 Uhr

Vortrag von Herrn Volker Unterladstetter, NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln

Der Niedergang extensiver Graslandökosysteme symbolisiert wie kaum ein anderer Prozess die massive Erosion unserer einstigen Kulturlandschaften und ihrer biologischen Vielfalt. Dieser Trend macht auch vor den Städten nicht halt, zeigt sich in urbanen Räumen allerdings unter anderen Voraussetzungen. Obwohl die Flora von Städten heute deutlich vielfältiger und dynamischer strukturiert ist als die ihrer ländlichen Umgebung, gehören Graslandarten kaum zu den Gewinnern. Der Vortrag zeigt mittels historischer und aktueller Daten den Zustand urbaner Graslandökosysteme am Beispiel von Köln und beleuchtet anhand konkreter Renaturierungsprojekte Chancen und Probleme bei der (Neu)Entwicklung artenreicher „Stadtwiesen“.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es, wie immer, Gelegenheit zur Diskussion.

Ort: Haus der Natur – Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V.
Kloster Knechtsteden, D-41540 Dormagen

Unter der Adresse http://www.biostation-neuss.de/ueber-uns/kontakt/ ist die Anfahrt mit Skizze abrufbar

Entwicklung der Großen und Kleinen Sonsbeck im NSG Heidemoore (Viersen)

Samstag,09.02.2019, 14.00 Uhr

Vortrag von Dipl.-Biologe Norbert Neikes, Biologische Station Krickenbecker Seen e.V.

Die Heidemoore im Kaldenkirchener und Brachter Grenzwald stehen seit ihrer Ausweisung als NSG durch die Landschaftsplanung des Kreises Viersen im Zentrum von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Am Beispiel der Sonsbeck wird sowohl über frühere Maßnahmen aus 2006 im Bereich der Moore als auch über die aktuellen Entwicklungsmaßnahmen berichtet. So wurden im Nov./Dez. 2018 im Rahmen eines EU-geförderten LIFE-Projektes zur Wiederherstellung einer Heidemoor-Dünenlandschaft im Umfeld der Moore auch trockene Sand­kuppen freigestellt und offene Sandflächen geschaffen. Die Pioniervegetation auf den jüngeren Maßnahmenflächen soll dann auch im Sommer 2019 auf einer Exkursion erstmals botanisch inventarisiert werden.

Bei dem anschließenden „kleinen Kaffee“ gibt es wieder die Gelegenheit zur Diskussion und weiteren fachlichen Gesprächen. Außerdem sollen die Exkur­sionsziele und -termine für den Sommer 2017 festgelegt werden.

Ort: Krefelder Umweltzentrum Hülser Bruch, Talring 45, 47802 Krefeld.

Unter der Adresse www.umweltzentrum-krefeld.de ist die Anfahrt mit Skizze abrufbar

Frühlingsvegetation auf den mageren Sandböden der Sophienhöhe bei Jülich

Samstag, 06.04.2019, 14.00 – 17.00 Uhr

Exkursion unter der Leitung von  Dr. Regina Thebud-Lassak, VN, und
Dipl. Geogr. Gregor Eßer, RWE, Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung

Die Sophienhöhe erhebt sich östlich von Jülich 200 m über der Agrarlandschaft der Jülicher Börde. Sie entstand beginnend 1978 durch die sukzessive Aufbrin­gung des Abraums aus dem benachbarten Braunkohletagebau Hambach. Mit­tlerweile ist der öffentlich zugängliche Teil der Sophienhöhe fast vollständig neu bewaldet und mit einem mehr als 100 km langen Wanderwegenetz wichtig für die Naherholung.
Unser Ziel ist jedoch die jüngere Wiederaufschüttung des ausgekohlten Tage­baubereichs, der für die Öffentlichkeit größtenteils noch nicht zugänglich ist. Bei unserer Exkursion am 16.06.2018 mit dem Schwerpunkt auf junge Heudrusch­wiesen und spontane Pioniervegetation fanden wir 128 Arten Gefäßpflanzen, davon 22 gefährdete Arten lt. Rote Liste NRW sowie ein Laubmoos, ebenfalls Rote Liste-Art.
Diesmal wollen wir den Frühjahrsaspekt auf den mageren Sandböden des Silikatmagerrasens, der „50-Hektar-Fläche“ (in 2016/2017 Aufbringung von Heu­drusch aus regionalen artenreichen Wiesen) sowie des Extrem-Mager-Standorts Höller Horn untersuchen.
Wenn noch Zeit bleibt, untersuchen wir auch den Frühlingsgeophytenaspekt im Hartholzauewald des nahegelegenen Naturschutzgebiets Lindenberger Wald.

Treffpunkt:  Parkplatz „Sophienhöhe“ (nur auf der Wanderkarte wird er als Parkplatz „Café Sophienhöhe“ bezeichnet) am Südwesthang der Sophienhöhe

Anfahrt: A44 Richtung Aachen bis AS 8 Jülich-Ost, von Norden kommend rechts, von Süden kommend links auf B55 Richtung Jülich, in zwei Linkskurven auf die L264 Richtung Niederzier. Am ersten Kreisverkehr geradeaus fahren (2. Ausfahrt; d.h. nicht auf den ersten links liegenden Parkplatz mit dem Hinweis auf Sophienhöhe / Historische Meilensteine), weiter Richtung Niederzier, links abbiegen auf Betriebsstraße Rheinbraun, Parkplatz an deren Ende.

Navi: Betriebsstraße Rheinbraun, 52382 Niederzier