Sommerprogramm 2020

Sandtrockenrasen und Sandheiden der Binnendüne Wahler Berg in Dormagen

Samstag, 16.05.2020, 14.00 Uhr

Leitung:  Dipl.-Landschaftsökologe Thomas Braun

Gemeinschaftsexkursion mit der Biologischen Station im Rhein-Kreis Neuss und dem Bochumer Botanischen Verein

Der Wahler Berg ist eine der wenigen am Niederrhein erhalten gebliebenen Binnendünen. Mit seinen Silbergras-Fluren, kryptogamenreichen Sandtrocken­rasen und Sandheiden sowie Eichen-Hudewäldern existiert hier in unserer Landschaft ein sehr spezieller und seltener Lebensraum-Komplex. Wir werden die verschiedenen sandgeprägten Biotope mit ihrer charakteristischen Flora und Fauna im Frühjahrsaspekt erleben. Darüber hinaus werden das Beweidungs­konzept und weitere Maßnahmen zur Biotopentwicklung und -pflege vorgestellt.

Treffpunkt:
Dormagen, Düsseldorfer Str. 85, gegenüber dem ehemaligen Betonwerk.
Anfahrt:
A 46, Abfahrt Uedesheim, auf die B9 Richtung Dormagen / Stürzelberg, der Treffpunkt liegt an der B9.


NSG Ilvericher Rheinschlinge (im Bereich Haus Meer) bei Meerbusch

Samstag, 23.05.2020, 14.00 Uhr

Leitung:  Dr. Ludger Rothschuh / Karl Wittmer

Das Gebiet umfasst eine alte Rheinstromschlinge in der Mittleren Niederrhein­ebene, deren Bett inzwischen weitgehend verlandet ist. Der zentrale von der Rheinschleife eingeschlossene Bereich wird im wesentlichen durch Äcker ge­kennzeichnet. In der Stromrinne befinden sich neben Feuchtwiesen und -weiden noch Still- und Fließgewässer, Röhrichte, Quellen sowie Auen- und Bruchwald-Reste. Das gesamte Gebiet ist die einzige erhaltene in sich geschlossene Rheinstromschlinge des Niederrheins.

Im westlichen Teil der Altrheinschlinge befinden sich Bruchwälder, Röhrichte und Pappelforste. Die Röhrichte stellen ein frühes Stadium der Entwicklung zum Bruchwald dar, während die Pappelforste auf Bruchwalsstandorten angepflanzt wurden. Im Nordwesten und Südwesten sind Feuchtwiesen, mageres Grünland und Seggenriede ausgebildet. Im Norden der Schlinge liegen intensiv genutzte Grünlandländer. Im westlichen Bereich werden große Teile ackerbaulich genutzt. (http://nsg.naturschutzinformationen.nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete)

Treffpunkt:
Wanderparkplatz hinter Haus Meer
Anfahrt:
A 57, Ausfahrt Bovert, Meerbuscher Straße Richtung Meerbusch, am U-Bahnhof vorbei, danach an der Ampelkreuzung links und gleich wieder rechts in die Straße „Haus Meer“, an der Klosteranlage Haus Meer vorbei, danach im Zwickel der Straßenverzweigung Isseldyk/Haus Meer befindet sich der Parkplatz.


Orchideen im Elsbachtal

Samstag, 06.06.2020, 14.00 Uhr

Leitung:  Frau Edith Antons 

Das Rekultivierungsgebiet Elsbachtal westlich von Grevenbroich wurde als 200 m breite Mulde angelegt. Es erstreckt sich entlang des Elsbaches, dessen Bett in etwa südwestlich-nordöstlicher Richtung verläuft. Es wird gesäumt von offenen Bereichen mit artenreichen, blumenbunten Wiesen unterschiedlicher Ausprägung im Bereich der Bachtalung sowie Bereichen mit Gebüschen und Wäldern.

Neben schönen blühenden Wiesen werden wir das Vorkommen des Knabenkrauts (Dactilorhiza praetermissa und maculata) besuchen, auch das seltene Vorkommen von Gottesgnadenkraut (Gratiola officinalis). Da die Exkursion nicht so lange dauert, bleibt anschließend vielleicht noch Zeit für eine gemütliche Runde auf der Insel.

Treffpunkt:
Gustorfer Mühle in Gustorf-Gindorf, Zur Wassermühle 27, von dort weiter mit Fahrgemeinschaften
Anfahrt:
A 46, am Kreuz Jüchen auf die A 540 bis Abfahrt Frimmersdorf, auf die L 361 (Energiestraße) bis „Zur Wassermühle“, dort rechts abbiegen.


Ackerwildkräuter-Kartierungsexkursion in die landwirtschaftliche Rekultivierung des Tagebaus Garzweiler

Samstag, 13.06.2020, 14.00 Uhr

Leitung: Dr. Regina Thebud-Lassak, VN; Ernst-Henning Walther, RWE Power AG, Abteilung Rekultivierung

Der Braunkohle-Tagebau Garzweiler ging im Jahr 1983 aus dem Zusammenschluss der Tagebaue Frimmersdorf-Süd und -West hervor. Garzweiler I umfasst das Gebiet östlich der mittlerweile abgebaggerten Trasse der Autobahn A44, während das noch aktive Abbaugebiet Garzweiler II westlich davon liegt.
Gemäß der vorherigen Nutzung als Ackerland erfolgt auf den ausgekohlten Flächen des Tagebaus Garzweiler überwiegend landwirtschaftliche Rekultivierung.  Ziel unserer Exkursion ist die Untersuchung der Ackerwildkräuter in unterschiedlichen Entwicklungsstadien der landwirtschaftlichen Rekultivierung, die zum Teil in enger Nachbarschaft liegen:
Fläche I:
Die jüngsten Bereiche am Tagebaurand mit neu aufgeschüttetem Löß, der aus dem Vorfeld umgelagert wurde. Sie sind als Brache seit dem Frühjahr 2019 liegen geblieben. Hier würden wir Ackerwildkräuter-Pioniervegetation erwarten.
Fläche II:
Ältere Lößrekultivierung nahe des neuen Autobahnrands mit Blühstreifen, die im Frühjahr 2019 angelegt worden waren.
Fläche III:
Ältere mehrjährige Blühstreifen auf erfolgter Rekultivierung am Jüchener Weg, in die sich schon Ackerwildkräuter eingefunden haben.
Die Flächen gehören zum Werksgelände und sind noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Untersuchungsgebiet: TK 4904.22 Titz

Treffpunkt:
Landwirtschaftszentrum Vielhecker Hof (= Schirrhof), Grubenrandstraße, 41363 Jüchen
Anfahrt:
(lt. Google Maps): A 46 Richtung Aachen/Heinsberg, Abfahrt 12 Jüchen, der B 59 folgen Richtung Innenstadt von Jüchen, ca. 250 m nach dem 3. Kreisverkehr scharf links auf die Kölner Straße, Bahnlinie und A46 unterqueren, dann rechts auf die Grubenrandstraße bis Vielheckerhof (= Schirrhof).
(Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Bahnhof Jüchen sind es 10 Min Fußweg – Unterführung A46)


NSG Teverener Heide bei Geilenkirchen/Teveren

Samstag, 25.07.2020, 14.00 Uhr

Leitung: Biologe Gerrit Bremer, Naturschutzstation Haus Wildenrath / Wegberg

Die Teverener Heide ist ein relativ junges Schutzgebiet, das in Teilen erstmalig 1977 unter Schutz gestellt wurde. In den folgenden Jahren wurde das Gebiet sukzessive erweitert und umfasst heute eine Größe von etwa 450 ha. Neben großflächigen Kiefern­forsten mit eingestreuten kleinen Mooren sind hier vor allem größerer Offenlandbereiche mit Sandtrockenrasen und Heiden auf ehemaligen Abgrabungsflächen vorhanden. Zusätzlich befinden sich hier auch noch größere, nährstoffarme Abgrabungsgewässer.

Anmerkung: Dieses Gebiet ist recht weitläufig, daher sind „einige Meter“ zurück­zulegen.

Treffpunkt:
Parkplatz Grotenrath bei Teveren
Anfahrt:
A46 bis B221/B56 in Heinsberg folgen, auf A46 Ausfahrt B221/B56 nehmen,
Links abbiegen auf B221/B56.
Weiter auf B56, nach 8,5 km Ausfahrt Richtung Geilenkirchen/Teveren, nach 300m im Kreisverkehr erste Ausfahrt (L42) nehmen, nach ca. 2km im Kreisverkehr geradeaus fahren, nach 850 m bei Teverener Heide links abbiegen, nach 1,9 km befindet sich der Parkplatz Grotenrath auf der rechten Seite.


Botanische Wanderung in das NSG ElmpterSchwalmbruch

Samstag, 15.08.2020, 13.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Biol. Norbert Neikes

Gemeinschaftsexkursion mit dem Bochumer Botanischen Verein

Mit seinen Schwalmaltarmen, Gagelmooren und der Wacholderheide beher­bergt das 296 ha große NSG Elmpter Schwalmbruch viele Lebensräume bedrohter Arten. Mit über 500 Pflanzenarten, davon 80 auf der Roten Liste, gehört es zu den botanisch wertvollsten Schutzgebieten in NRW. Zum Erhalt dieser Vielfalt haben auch zahlreiche Maßnahmen in den letzten Dekaden beigetragen. Der Wanderweg hat eine Länge von über 9 km. Bitte etwas Kondition mitbringen. Dauer ca. 5 Stunden (bei schlechtem Wetter kürzen wir ab).

Treffpunkt:
Parkplatz ”In Gen Rae” / „Weidenweg“, in 41372 Niederkrüchten-Overhetfeld (am Ende der Dorfstraße)
Anfahrt:
A 52, Ausfahrt Elmpt


Pilzexkursion
Naturschutzgebiet „Venloer Heide“ in Nettetal-Leuth oder
Naturschutzgebiet „Heronger Buschberge“ und „Wankumer Heide“

Samstag, 24.10.2020, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Ing. Monika Deventer, Dipl.-Biol. Dr. Regina Thebud-Lassak, Dipl.-Biol. Norbert Neikes und Dipl.-Ing. Karl Wehr

Diese Exkursion wird gemeinsam mit der AG Pilzkunde Niederrhein angeboten. 

Nach gemeinsamer Pilzartenerfassung im Oktober 2017 und Oktober 2018 in der Venloer Heide verlängerte sich die Pilzliste des Gebietes erheblich. Im Oktober 2019 wurden erstmals die Pilzarten im Nordteil des NSG Wankumer Heide gemeinsam erfasst. Beide Heidegebiete weisen noch ein enormes Artenpotential an Großpilzen auf. So bietet sich in diesem Jahr die Fortsetzung der Erfassung in der Wankumer Heide in ihrem Südteil in der Umgebung der ehemaligen Raketenstation an; alternativ in einem noch nicht untersuchten Gebiet der Venloer Heide.

Über das konkrete Ziel wird definitiv im Oktober (Herbstferien) entschieden.

Treffpunkt:
Wie in den Vorjahren: Parkplatz westlich „Tor 9“, Nettetal-Leuth
Anfahrt:
Von Norden: A 40, Anschlussstelle Herongen, auf der B 221 (Leuther Landstraße) nach Süden (Richtung Nettetal…) fahren bis zur ca. 4,2 km entfernten Ampelkreuzung Schloss Krickenbeck / Tor 9. Dort nach Westen (rechts) abbiegen, an der nächsten Waldweg-Kreuzung nach links abbiegen; auf dem Wanderparkplatz am Wegrand (Heerstraße) parken.
Von Süden auf der B 221 (Geldrische Straße) nördlich Leuth kommend an der Ampel­kreuzung Schloss Krickenbeck / Tor 9 nach Westen (links = Tor 9) abbiegen bis man nach ca. 100 m den o. g. Wegrandparkplatz (Heerstraße) erreicht.
Vom Treffpunkt bilden wir ggfs. Fahrgemeinschaften zum Exkursions-Ausgangspunkt.